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Gewerbebau Info
- Gewerbe und Industrie Immobilien: Arbeiten auf hohem Niveau
- Planung und Vorbereitung: So wird Ihre Idee Realität
- Demontage und Abriss – Vorbereitung und Durchführung der Rückbauarbeiten
- Rohbauarbeiten: Grundlegende Struktur- und Installationsmaßnahmen
- Elektroinstallation und Haustechnik im Gewerbe- und Industriebau
- Innenausbau – Effizienz und Ästhetik finden zusammen
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Bauphasen bei privaten Projekten
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Badezimmer Umbau & Sanierung
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Sanierung & Modernisierung von Industriegebäuden
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Trägersysteme einer Fußbodenheizung
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Dachsanierung - mehr als Dachziegel tauschen
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Renovierung von Büro- und Praxisräumen
Innenausbau – Effizienz und Ästhetik finden zusammen
Übersicht der Artikel
- Arbeiten auf hohem Niveau
- Planung und Vorbereitung
- Demontage und Abriss
- Rohbauarbeiten
- Elektroinstallation und Haustechnik
- Innenausbau
- Fertigstellung der Haustechnik
- Außenanlagen und Fassadenarbeiten
- Abschlussarbeiten im Bauprojekt
- Nutzung und Übergabe
- Weitere wichtige Überlegungen
Der Innenausbau ist die Phase, in der aus „Rohbau + Technik“ ein nutzbarer, funktionaler und repräsentativer Ort wird: Räume werden gegliedert, Oberflächen fertiggestellt, Akustik und Brandschutz umgesetzt – und am Ende entscheidet die Ausbauqualität darüber, ob ein Objekt im Alltag effizient funktioniert.
Gerade im Gewerbe- und Industriebau zählt dabei mehr als Optik: robuste Materialien, saubere Schnittstellen zur Haustechnik, normgerechte Ausführung, kurze Stillstandszeiten und eine klare Abfolge der Gewerke sind entscheidend.
Warum der Innenausbau im Gewerbebau besonders ist
Im Gewerbe- und Industriebau treffen Nutzungsanforderungen (z. B. Publikumsverkehr, Produktion, Lager, Büro), Normen (Brandschutz, Fluchtwege, Akustik, Hygiene) und Betriebsrealität (laufender Betrieb, feste Umzugstermine, kurze Sperrzeiten) aufeinander.
Der Innenausbau muss daher:
- funktional (Arbeitsabläufe unterstützen),
- technisch kompatibel (Haustechnik-Schnittstellen sauber lösen),
- dauerhaft belastbar (Mechanik, Reinigung, Chemie, Publikumsverkehr),
- repräsentativ (Markenwirkung, Kundenbereiche, Mitarbeiterzufriedenheit)
sein.
Tipp aus der Praxis: Je früher Trockenbau, Deckenplanung und Bodenaufbau mit der Haustechnik abgestimmt werden, desto weniger „Stop-and-Go“ entsteht. Passend dazu lohnt sich der Blick in die vorgelagerten Phasen
Reihenfolge & Schnittstellen: so vermeiden Sie Nacharbeiten
Innenausbau scheitert selten an einem einzelnen Gewerk – sondern an Schnittstellen. Eine praxiserprobte Reihenfolge ist:
- Trockenbau / Trennwände (Einseitig beplankt. inkl. Brandschutz- und Schallschutzanforderungen)
- Rohinstallationen finalisieren (Durchbrüche, Einbauteile, Revisionsöffnungen, Unterkonstruktionen)
- Decken (Unterkonstruktion, Einbauten, Akustik)
- Trockenbau / Trennwände (zweite Seite beplanken, Brandschutz finalisieren)
- Bodenaufbau / Estrich / Ausgleich
- Oberflächen / Malerarbeiten
- Oberbeläge (Industrieboden, Fliesen, Parkett etc.)
- Türen, Verglasungen, Beschläge
- Endmontagen (Sockelleisten, Silikonfugen, Abnahmen)
Wichtig: Bei abgehängten Decken und Trockenbauwänden müssen Revisionierbarkeit (für Klappen, Ventile, Brandschutzklappen, Kabeltrassen) und Lasten (z. B. Leuchten, Medien, Leitungen) früh festgelegt werden – idealerweise mit einem abgestimmten Ausbau- und TGA-Plan.
Wände & Trockenbau: Raumstruktur, Schall- und Brandschutz
Schnell und sauber nutzbare Raumstrukturen schaffen – inklusive Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz, Hygiene und spätere Umnutzung.
Trockenbauwände (Metall-/Holzständer + Beplankung)
- Flexible Raumaufteilung (Büros, Besprechung, Sozialräume, Technikräume)
- Schnelle Bauzeit, geringer Feuchteeintrag
- Gute Integration von Elektro, IT, Sanitärvorwänden und Einbauteilen
Schall- und Wärmedämmung in Wänden
- Dämmstoffe (z. B. Mineralwolle) erhöhen Schallschutz und thermische Trennung
- Sinnvoll bei: Büroflächen, Besprechungsräumen, Praxis-/Therapieräumen, sensiblen Produktionsbereichen
Brandschutzanforderungen im Ausbau
- Klassifizierte Wandsysteme (z. B. für Flure, Treppenräume, Technikräume)
- Brandschutzabschottungen an Durchdringungen (Kabel/Leitungen) sind Pflicht – und sollten geplant, nicht „nachträglich gestopft“ werden.
Oberflächen & Wandverkleidungen
Neben klassischem Trockenbau kommen je nach Nutzung robuste Lösungen zum Einsatz:
- Fliesen / Platten (Hygiene, Nassbereiche)
- Holz-/Akustikpaneele (Akustik + Gestaltung)
- Schutz- und Prallschutzsysteme (Flure, Logistik)
Deckenarbeiten: Akustik, Revision und Technik-Integration
Optischer Abschluss + funktionale Ebene für Akustik, Brandschutz und Technikführung.
Deckenverkleidungen (Gipskarton / Systemdecken)
- Glatte Flächen für repräsentative Bereiche (Empfang, Büro, Besprechung)
- Technik kann sauber integriert werden (Leuchten, Sensorik, Sprinkler, Lüftungsauslässe)
Akustikdecken
Gerade in Büros, Call-Bereichen, Wartezonen oder Schulungsräumen ist Akustik ein Produktivitätsfaktor.
- Schallabsorbierende Elemente reduzieren Nachhall
- Kombination aus Deckenabsorbern + Wandabsorbern oft am effektivsten
Abgehängte Decken (Hohlraum nutzen)
- Verstecken von Kabeltrassen, Rohren, Lüftungskanälen
- Revisionsöffnungen einplanen (Wartung, Prüfungen)
Tragfähigkeit für Einbauten berücksichtigen (Leuchten, Medien, Brandschutzkomponenten)
Bodenaufbau & Bodenbeläge: strapazierfähig, sicher, pflegeleicht
Ein Boden muss zum Betrieb passen – nicht nur zum Look. Entscheidende Kriterien im Gewerbebau:
- Belastbarkeit (Punkt-/Flächenlasten, Rollverkehr)
- Rutschhemmung / Arbeitssicherheit
- Reinigungs- und Hygienekonzepte
- Beständigkeit gegen Chemie/Öle (je nach Nutzung)
Industrieboden / Beschichtungen
Ideal für Produktion, Lager, Werkstatt, Logistik:
- Sehr robust und langlebig
- Pflegeleicht, nahtarm (je nach System)
- Varianten für besondere Anforderungen (z. B. antistatisch/ESD, chemikalienbeständig)
Fliesen / Feinsteinzeug
- Wasser- und reinigungsbeständig (Sanitär, Teeküchen, Umkleiden)
- Hohe Strapazierfähigkeit bei richtiger Untergrundvorbereitung
Parkett / Designbeläge (je nach Nutzung)
- Für Büro- und repräsentative Bereiche geeignet
- Wichtig: Nutzungsklasse, Pflegekonzept, Trittschall, Untergrund
Teppich (selektiv einsetzen)
- Akustisch sehr wirksam in Büros
- Im Gewerbe sinnvoll v. a. als modulare Lösung (Teppichfliesen), wenn Austauschbarkeit wichtig ist
Türen, Fenster & Innenverglasungen: Funktion, Sicherheit, Design
Innentüren
- Raumtrennung, Schallschutz, Privatsphäre
- Je nach Bereich: robuste Oberflächen, erhöhte Beanspruchung (Publikumsverkehr)
- In Fluchtwegen und Technikbereichen sind Anforderungen (z. B. selbstschließend) früh zu klären
Fenster / Innenverglasungen
- Tageslicht und Transparenz fördern Orientierung und Aufenthaltsqualität
- Innenverglasungen sind ideal für moderne Office-Konzepte (Licht + Zonierung)
Glasschiebetüren
- Flexible Raumtrennung ohne „Zellengefühl“
- Besonders geeignet für Besprechungsräume, Empfang, Showroom-Zonen
- Wichtig: Schallschutzanspruch realistisch bewerten (Schiebetür ≠ dicht schließende Drehtür)
Maler- & Lackierarbeiten: Finish, Schutz und Werterhalt
Der letzte Eindruck zählt – und schützt zugleich die Oberflächen.
Wand- und Deckenanstriche
- Farbkonzept beeinflusst Raumwirkung, Orientierung, Corporate Design
- In stark frequentierten Bereichen sind scheuerbeständige Systeme sinnvoll
Türen, Zargen, Rahmen & Metallteile lackieren
- Schutz vor Feuchtigkeit, mechanischer Beanspruchung und Verschleiß
- Gleichmäßige Oberflächenqualität wirkt sofort „professionell“
Ergänzende Oberflächenlösungen
- Tapeten / Vlies / Strukturflächen für gezielte Akzente
- Schutzanstriche oder stoßfeste Systeme in Fluren und Logistikbereichen
Qualitätssicherung im Innenausbau
Im Innenausbau sind kleine Mängel schnell sichtbar – und teuer, wenn sie erst am Ende auffallen. Bewährt haben sich:
- Musterflächen (Boden, Wand, Farbe) zur Freigabe
- Checklisten pro Gewerk (Ebenheit, Fugenbild, Anschlüsse, Revisionen)
- Fotodokumentation der verdeckten Leistungen (Unterkonstruktion, Abschottungen, Leitungswege)
- Abnahmen in Etappen statt „alles am Schluss“
Fazit
Innenausbau ist die Phase, in der Effizienz und Ästhetik zusammenfinden – und in der sich entscheidet, ob ein Gewerbeobjekt im Alltag reibungslos funktioniert. Wer die Ausbaugewerke sauber koordiniert, Schnittstellen früh plant und die Nutzung konsequent mitdenkt, spart Zeit, reduziert Nacharbeiten und steigert den langfristigen Wert der Immobilie.
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