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Erstgespräch mit Bestandsaufnahme: Der erste Schritt für ein erfolgreiches Bauvorhaben
Übersicht der Artikel
- Die Phasen eines Bauprojekts
- Erstgespräch mit Bestandsaufnahme
- Die Planungsphase
- Bauvorbereitungsphase
- Bauphase der Renovierungsarbeiten
- Abschlussphase
Ein Bauvorhaben steht und fällt mit der Qualität seiner Vorbereitung. Ob Renovierung, Modernisierung, Sanierung oder Umbau: Wer zu Beginn sauber klärt, was genau erreicht werden soll und welche baulichen Rahmenbedingungen tatsächlich vorliegen, spart später Zeit, Kosten und Nerven. Genau hier setzt das Erstgespräch mit Bestandsaufnahme an. Es ist der Grundstein für eine erfolgreiche Baumaßnahme, weil es Ziele, Erwartungen, Budget und Bestand zusammenführt – und daraus einen realistischen, belastbaren Projektweg ableitet.
Wichtig: In diesem Gespräch wird üblicherweise nicht final festgelegt, wie das Projekt am Ende exakt aussehen wird. Aber: Es werden die Weichen gestellt – fachlich, organisatorisch und kommunikativ. Damit alle weiteren Schritte strukturiert, transparent und effizient erfolgen können.
Die Phasen eines Bauprojekts: Ein kurzer Überblick
Ein erfolgreiches Bauprojekt folgt einem klaren Ablauf. Je nach Umfang variieren Details, aber die Grundlogik bleibt gleich:
- Erstgespräch mit Bestandsaufnahme
Zielbild, Budgetrahmen, Bestandserfassung, erste Lösungsrichtungen - Planungsphase
Konzept, Entwurfsplanung, Material- und Designentscheidungen, Kosten- und Terminrahmen - Bauvorbereitung
Ausschreibungen/Beauftragungen, Detailplanung, Terminplan, Baustellenlogistik, Genehmigungen (falls erforderlich) - Bauphase (Renovierungs-/Umbauarbeiten)
Ausführung, Koordination, Qualitätssicherung, Änderungsmanagement - Abschlussphase
Abnahme, Dokumentation, Mängelmanagement, Übergabe, Nachbetreuung
Das Erstgespräch ist dabei nicht nur “ein netter Termin”, sondern der Startpunkt für alle folgenden Entscheidungen: Was hier unklar bleibt, wird später teuer.
Erstgespräch mit Bestandsaufnahme: Was es ist – und was es leistet
Das Erstgespräch mit Bestandsaufnahme ist eine kombinierte Phase aus Beratung und Analyse. In einem Vor-Ort-Termin werden die Anforderungen des Kunden strukturiert aufgenommen und gleichzeitig die Immobilie fachlich begutachtet. Das Ergebnis ist ein belastbares Verständnis darüber:
- Welche Maßnahmen sinnvoll, notwendig oder optional sind
- Welche Risiken und Einschränkungen der Bestand mitbringt
- Welche Prioritäten (Funktion, Ästhetik, Budget, Zeit) gelten
- Welche nächsten Schritte erforderlich sind (Planung, Kostenschätzung, Termine, ggf. Fachplaner)
Damit wird die Grundlage geschaffen, um ein Konzept zu entwickeln, das funktionale und gestalterische Anforderungen zusammenbringt – ohne an der Realität des Bestands vorbeizuplanen.
Ziele des Erstgesprächs
Ein gutes Erstgespräch verfolgt drei zentrale Ziele, die sich gegenseitig bedingen:
1) Umfang der Renovierungsmaßnahmen definieren
Im Fokus steht die Identifikation der erforderlichen Arbeiten – klar getrennt nach Muss, Soll und Kann:
- Modernisierung (z. B. Oberflächen, Ausstattung, Energieeffizienz)
- Funktionale Anpassung (z. B. Grundriss, Stauraum, Barrierefreiheit, Nutzungsänderung)
- Umfassende Neugestaltung (z. B. Komplettsanierung, Kernsanierung, hochwertiger Innenausbau)
2) Kundenwünsche und Budgetvorgaben verstehen
Ein Bauprojekt ist immer auch ein Entscheidungsprojekt. Deshalb werden frühzeitig abgefragt:
- Designrichtung, Stil, Materialpräferenzen
- Anforderungen an Komfort, Alltagstauglichkeit und Pflege
- Technische Erwartungen (z. B. Smart-Home, Beleuchtung, Akustik, Raumklima)
- Budgetrahmen und Prioritäten (wo lohnt sich Investition, wo genügt Standard?)
3) Bauliche Gegebenheiten analysieren
Der Bestand bestimmt, was möglich ist – und wie aufwendig. Typische Themen:
- Zustand von Wänden, Decken, Böden
- Feuchte, Risse, Schimmelrisiken, Abdichtung
- Fenster/Türen: Energieeffizienz, Funktion, Schallschutz
- Haustechnik: Elektrik, Sanitär, Heizung (Alter, Kapazität, Sicherheitsaspekte)
- Tragende Bauteile und relevante Einschränkungen (z. B. Leitungsführungen, Schächte)
Ablauf des Erstgesprächs: Schritt für Schritt
Terminvereinbarung – der professionelle Einstieg
Die Kontaktaufnahme und Organisation sind mehr als Formalitäten: Eine gute Vorbereitung spart Zeit im Termin und erhöht die Qualität der Ergebnisse.
Typische Bestandteile der Terminvorbereitung:
- Festlegung eines Ortstermins: Ein Vor-Ort-Besuch ist essenziell, um die Immobilie im Detail zu begutachten.
- Klärung erster Informationen: Vorab werden grundlegende Daten abgefragt, zum Beispiel:
- Art der Immobilie (Altbau/Neubau, Wohnung/Haus, Gewerbe/Wohnen)
- Ziel der Renovierung (Wertsteigerung, Eigennutzung, Vermietung, Umnutzung)
- Grober Zeitwunsch (z. B. Einzugstermin, Leerstand, Urlaubsfenster)
- Besondere Rahmenbedingungen (Denkmalschutz, WEG, Nachbarschaft, Zugangssituation)
Praxis-Tipp: Je klarer diese Informationen vorliegen, desto konkreter kann die Erstberatung im Termin werden.
Kennenlernen und Bedarfsermittlung – Erwartungen sauber herausarbeiten
Ein Bauprojekt ist Vertrauenssache. In dieser Phase geht es um zwei Perspektiven: Der Kunde muss verstehen, wie gearbeitet wird – und der Anbieter muss verstehen, was wirklich gebraucht wird.
Inhalte dieser Phase:
- Vorstellung der eigenen Dienstleistungen:
- Portfolio, Referenzen, Expertise
- Leistungsbild (z. B. Renovierung aus einer Hand, Koordination von Gewerken, Designberatung)
- Arbeitsweise, Projektkommunikation, Qualitätssicherung
- Ermittlung der Kundenwünsche:
- Designvorstellungen, Farb- und Materialwünsche
- Funktionsanforderungen (z. B. mehr Stauraum, Homeoffice, Familiennutzung)
- Nutzung der Räume (Küche, Bad, Schlafen, Arbeiten, Gewerbe)
- Besondere Bedürfnisse (Kinder, Haustiere, Allergien, Barrierefreiheit)
Beispielfragen, die in ein gutes Erstgespräch gehören:
- Was sind die drei wichtigsten Ziele des Projekts?
- Was darf auf keinen Fall passieren (Budget, Termin, Nutzungsausfall)?
- Welche Erfahrungen gab es mit Renovierungen – was lief gut, was nicht?
- Welche Qualitätsstufe wird erwartet (Standard, gehoben, Premium)?
Bestandsaufnahme vor Ort – die Realität des Gebäudes erfassen
Die Bestandsaufnahme ist das technische Fundament. Sie liefert Daten, um später fundiert zu planen und Risiken früh zu erkennen.
Visuelle Begutachtung
- Wände, Decken, Böden:
- Risse, Feuchtigkeit, Abnutzung, Unebenheiten
- Zustand von Putz, Untergrund, Estrich, Belägen
- Fenster und Türen:
- Dichtigkeit, Funktion, Schallschutz, Energieeffizienz
- Installationen (Elektrik/Sanitär/Heizung):
- Alter, sichtbare Mängel, Kapazitäten
- Sicherheitsaspekte (z. B. veraltete Elektroverteilung)
Messungen
- Raummaße, Wandstärken, relevante Höhen und Anschlüsse
- Besonderheiten wie Schrägen, Stützen, Schächte, Leitungswege
- Dokumentation von Abweichungen, die später in Planung und Ausführung entscheidend sind
Fotodokumentation
- Umfassende Bilddokumentation als Grundlage für:
- interne Planung und Gewerkeabstimmung
- transparente Kommunikation mit dem Kunden
- Referenz bei Rückfragen oder Änderungen
Warum das zählt: Viele Kosten- und Terminprobleme entstehen, weil Planungen auf unvollständigen oder falschen Bestandsannahmen beruhen. Eine saubere Bestandsaufnahme reduziert dieses Risiko erheblich.
Erstberatung – erste Lösungsrichtungen, ohne voreilige Festlegung
Auf Basis von Wünschen und Bestand folgt die erste strukturierte Beratung. Ziel ist, den Korridor möglicher Lösungen zu skizzieren und erste Entscheidungen vorzubereiten.
Typische Inhalte:
- Diskussion möglicher Renovierungslösungen:
- Gestaltungsansätze, funktionale Optimierungen
- grobe Einschätzung, was technisch sinnvoll und wirtschaftlich ist
- Materialoptionen und Designvorschläge:
- Bodenbeläge, Farben, Wandverkleidungen, Oberflächen
- erste Visualisierungsideen (Moodboard-Logik, Stilrichtungen)
Wichtig für die Erwartungssteuerung:
In dieser Phase werden Optionen aufgezeigt und Prioritäten geschärft – nicht final “durchentschieden”. Das verhindert spätere Enttäuschungen und ermöglicht eine saubere Planungsphase.
Protokoll und Termin für nächste Schritte – aus Gespräch wird Projekt
Ein Erstgespräch ist nur dann wirklich wertvoll, wenn es dokumentiert und in einen klaren Folgeprozess überführt wird.
Ergebnisse/Deliverables:
- Zusammenfassung der Ergebnisse (Protokoll):
- Kundenwünsche und Prioritäten
- Bestandsfeststellungen und potenzielle Risiken
- erste Lösungsrichtungen / Varianten
- offene Punkte und benötigte Unterlagen (z. B. Grundrisse, Teilungserklärung, Energieausweis)
- Vereinbarung eines Folgetermins:
- Vorstellung eines detaillierten Kostenvoranschlags
Präsentation eines Renovierungskonzepts (inkl. Zeitplan-Logik)
Warum das Erstgespräch entscheidend ist
Ein strukturiertes Erstgespräch mit Bestandsaufnahme erzeugt Klarheit – und Klarheit ist im Bauwesen eine harte Währung. Die wichtigsten Vorteile:
- Reduzierung von Missverständnissen: Erwartungen werden explizit gemacht, nicht nur implizit “mitgedacht”.
- Frühzeitige Risikominimierung: Bestandsprobleme werden erkannt, bevor sie in der Bauphase eskalieren.
- Bessere Kostensicherheit: Eine erste Kosteneinschätzung wird realistischer, weil sie auf echten Daten basiert.
- Effizientere Planung: Die Planungsphase startet nicht bei Null, sondern mit validierten Informationen.
- Höhere Ergebnisqualität: Funktion und Ästhetik werden von Beginn an gemeinsam betrachtet – nicht nacheinander.
Kurz: Das Erstgespräch ist der Schritt, der den Weg vorbereitet. Nicht als Enddesign, sondern als professioneller Projektstart.
Typische Fehler – und wie man sie im Erstgespräch vermeidet
Selbst bei kleineren Renovierungen wiederholen sich bestimmte Stolpersteine. Ein gutes Erstgespräch verhindert sie früh:
- Unklare Zieldefinition: “Schöner” ist kein Ziel. “Pflegeleicht, heller, mehr Stauraum” ist ein Ziel.
- Budget wird zu spät thematisiert: Ohne Budgetrahmen sind Empfehlungen entweder unrealistisch oder zu vage.
- Bestand wird unterschätzt: Altbau bedeutet häufig Überraschungen (Untergründe, Leitungen, Ebenheit, Feuchte).
- Zu frühe Materialfestlegung: Ohne Planung und Bestandsdaten führt Materialfixierung oft zu teuren Planänderungen.
- Keine Dokumentation: Was nicht dokumentiert ist, wird später unterschiedlich erinnert.
Checkliste: Was Sie zum Erstgespräch bereithalten sollten
Je besser die Unterlagen, desto effizienter der Termin. Falls vorhanden:
- Grundrisse / Pläne (auch ältere Versionen helfen)
- Fotos oder Inspirationen (Stil, Materialien, Referenzprojekte)
- Informationen zur Haustechnik (letzte Sanierungen, Rechnungen, Wartungsnachweise)
- Budgetrahmen (auch als Spanne)
- Zeitliche Zielsetzung (Einzug, Vermietung, Öffnungstermin bei Gewerbe)
- Besondere Randbedingungen (WEG-Abstimmungen, Denkmalschutz, Hausordnung)
Übergang zur Planungsphase: Was nach dem Erstgespräch passiert
Wenn das Erstgespräch sauber durchgeführt wurde, kann die Planungsphase deutlich zielgerichteter starten. Typischerweise folgen:
- Strukturierung der Anforderungen (Raumprogramm, Funktionsliste)
- Variantenbildung (z. B. “Budget-fokussiert” vs. “Design-fokussiert”)
- Material- und Ausstattungsdefinition auf sinnvollem Detaillierungsgrad
- Kosten- und Terminplanung, abgestimmt auf Bestand und Logistik
- Abstimmung mit Fachgewerken oder Fachplanern, falls erforderlich
Damit entsteht aus einem “Wunschbild” ein umsetzbarer Plan.
Fazit: Ohne Erstgespräch kein belastbares Bauprojekt
Ein Bauvorhaben ist ein komplexes Zusammenspiel aus Technik, Gestaltung, Budget und Terminlogik. Das Erstgespräch mit Bestandsaufnahme ist der entscheidende Schritt, um diese Faktoren früh zu synchronisieren. Es liefert:
- Klarheit über Umfang und Prioritäten
- belastbare Bestandsdaten
- eine professionelle Grundlage für Kosten, Zeit und Qualität
- einen strukturierten Weg in Planung und Umsetzung
Wer diesen Schritt ernst nimmt, reduziert Risiken und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses, das sowohl technisch überzeugt als auch gestalterisch passt.
Erstgespräch mit Bestandsaufnahme anfragen
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